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Clubhouse: Unsere Prognose für langfristigen Erfolg


lookfamed - 2. Februar 2021

Wird sich die Plattform langfristig durchsetzen?

Wenn es eine Plattform in der Welt von Social Media gab, die den Januar beherrscht hat, dann war es ohne Zweifel Clubhouse. Wenn ihr an dieser Stelle noch nicht wisst, wovon wir sprechen, dann schaut gerne einmal in unserem Blogpost dazu vorbei. In diesem haben wir uns auch die Frage gestellt, ob es sich dabei nur um eine Eintagsfliege handelt oder ob Clubhouse das Zeug zum langfristigen Hype hat. Nachdem wir nun selbst mehrere Wochen aktiv auf Clubhouse Räume gehostet und mit spannenden Gästen gesprochen haben, teilen wir unsere Prognose zu dieser Frage mit euch.

Das spricht für den Hype

Schauen wir uns zunächst die erste These an: Clubhouse ist ein langfristiger Hype und wird sich im Laufe des Jahres 2021 zu einer wichtigen Marketingmaßnahme der Experten der Social Media Branche entwickeln.

Was spricht dafür? Zum jetzigen Zeitpunkt wohl vor allem die unheimliche Qualität, die die Speaker an den Tag legen. Dabei präsentieren sich sowohl international bekannte Unternehmen und Medien, aber auch hochrangige Experten aus den verschiedensten Branchen. Diese zeigen sich in den Clubhouse-Räumen nahbar und teilen ihr qualifiziertes Wissen mit der Welt. Zuhören kann ihnen dabei jeder, der zu der Plattform eingeladen wurde. Und genau dies bringt uns zum nächsten Vorteil von Clubhouse: der enormen Exklusivität.

             

Denn nicht jeder hat Zugriff auf Clubhouse. Lediglich iPhone Nutzer können sich die App herunterladen und selbst damit ist es nicht getan. Wer aktiv an Räumen teilnehmen möchte, muss zuerst als Nutzer akzeptiert werden, indem er von einem bereits aktiven Nutzer eingeladen und verifiziert wird. Obwohl dies natürlich eine enorme Hürde darstellt, trägt es eben doch maßgeblich dazu bei, dass auf Clubhouse ein hochwertiger und kontrollierter Austausch über branchenrelevante Themen stattfindet. Die Speaker, die hier auftreten, sind renommiert und bieten erheblichen Mehrwert für die Branche. So wird Clubhouse zu einer relevanten Erfahrung für jeden, der sich weiterbilden und gezielt platzieren möchte.

Aber nicht nur relevante Branchenvertreter sind auf Clubhouse zu finden. Auch bekannte Content Creator der Sozialen Medien entdecken die Plattform nach und nach für sich. Durch ihre Präsenz wird noch einmal eine breitere Zielgruppe angesprochen und ein Austausch auf Augenhöhe kann durch das „aus dem Nähkästchen plaudern“ der Influencer noch einmal intensiviert werden.

Dafür, dass Clubhouse auch weiterhin Hype bleibt, spricht außerdem das Format: Die Nutzungsschwelle, sofern man denn Zugang erhalten hat, ist relativ gering, da alles komplett über die Stimme läuft und gänzlich ohne Video auskommt. Diese Art von „Live-Podcast“ trifft in Zeiten wie diesen genau den richtigen Nerv und hat enormes Potenzial.

Das spricht für die Eintagsfliege

Bei einer Plattform, deren Erfolg zum jetzigen Zeitpunkt vor allem einem Hype geschuldet ist, bleibt natürlich immer ein Restrisiko, dass dieser in wenigen Wochen oder Monaten vorüber sein könnte. Was spricht für uns bei Clubhouse dafür?

Die gewinnbringende Exklusivität, die jetzt noch ein großer Vorteil ist, könnte ein jähes Ende nehmen. Wenn die App erst einmal für jeden zugänglich ist (und dies teaserten die Entwickler bereits an), ist schwer davon auszugehen, dass darunter auch die Qualität erheblich leiden wird. Wo sich jetzt exklusive Experten tummeln, werden dann vermutlich Räume Überhand nehmen, in denen Privatpersonen über alltägliche Dinge sprechen und der Mehrwert in den Hintergrund rückt.

Zudem steckt hinter Clubhouse, genau wie beispielsweise hinter Podcasts, ein enormer Aufwand. Dieser ist in der Form, wie er momentan gelebt wird (nämlich teilweise mit täglichen Formaten und Sessions) langfristig nicht machbar. Vielmehr beobachtet man bereits jetzt, dass viele Creator und Experten auf wöchentliche statt auf tägliche Events wechseln. Ob sich Clubhouse dann jedoch noch groß von anderen Audioformaten unterscheidet, bleibt abzuwarten.

Ein weiterer Beschleuniger auf dem Weg zur Eintagsfliege könnten die fehlenden Community Guidelines und Datenschutzvorkehrungen sein. Bisher ist auf Clubhouse alles erlaubt, oder besser: Es ist nichts verboten. Die Community Guidelines sind alles andere als ausgereift, weswegen es auch teilweise zur Bildung von Räumen kommt, die gegen jegliche Richtlinien auf anderen Plattformen verstoßen würden. Zudem ist Clubhouse auch in Bezug auf den Datenschutz eher mit Vorsicht zu genießen. Jeder, der sich anmeldet, teilt sein gesamtes privates Telefonbuch mit der App – ohne, dass diese Kontakte um Erlaubnis gebeten werden müssen.

Unsere Empfehlung

Wir als Agentur aus der Social Media Branche erleben den Hype um Clubhouse nun schon einige Wochen aktiv mit. In unserer Branche ist Clubhouse definitiv angekommen und wurde vor allem in den letzten beiden Wochen sehr aktiv bespielt – sowohl von Experten der Branche als auch von den Content Creatorn selbst. Auch wir haben tägliche Sessions gehostet. Für uns haben wir zu diesem Zeitpunkt entschieden, auf 2x-wöchentliche Formate umzustellen. Das liegt zum einem an dem sehr hohen Aufwand, aber zum anderen auch daran, dass der Markt fast übersättigt scheint. Zu jedem denkbaren Thema aus dem Social Media- oder Influencer-Marketing gibt es täglich mehrere Räume – es gibt also kaum noch ein Thema, was man noch exklusiv ausspielen kann. Diesem konnten wir aber gut entgehen. Wie auch ihr das schafft, teilen wir in unseren Top 3 Clubhouse-Tipps mit euch:

  1. Plaudern aus dem Nähkästchen

    Expertise ist zwar sehr gefragt auf Clubhouse, jedoch bringt diese zu diesem Zeitpunkt fast jeder mit. Deswegen ist es wichtig, sich durch bestimmte Dinge von anderen abzuheben. Bietet also beispielsweise eine Perspektive an, die bisher noch keiner beleuchtet hat oder ladet euch Content Creator ein, die aus dem Nähkästchen plaudern können.

  2. Feste Termine finden

    Um eine Kontinuität zu gewährleisten und die richtige Zielgruppe anzusprechen, ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt für die Clubhouse Sessions zu finden. Ob dies nun am Nachmittag oder gegen Abend ist, kann durch ein paar Sessions ausprobiert und dementsprechend analysiert werden.

  3. Interaktion ist Key!

    Die Besucher eines Clubhouse Raumes freuen sich natürlich über die Insights der Experten, denen sie gespannt lauschen. Trotzdem hat es sich auch bewährt, immer wieder Stimmen oder Fragen aus dem „Publikum“ zuzulassen, um direkt mit diesen in den Austausch oder in die Diskussion zu treten. So werden diese an das Unternehmen oder den Experten gebunden und Mehrwert kann geboten werden.

           

Unsere Prognose

Die Plattform Clubhouse ist den anfänglichen Hype auf jeden Fall wert. Vor allem in der Anfangszeit sollten Unternehmen oder Privatpersonen, die sich beruflich damit beschäftigen, definitiv auf den Zug aufspringen, um von der momentanen Reichweite zu profitieren. Die App eignet sich äußerst gut dafür, neben alltäglichen Dingen ganz intensiv Wissen aufsaugen zu können und auch einmal aus der eigenen Bubble auszutreten, um sich mit anderen Perspektiven zu beschäftigen. Wenn Clubhouse diese hohe Qualität beibehalten kann, können wir die Frage nach langfristigem Hype oder Eintagsfliege leicht beantworten: Clubhouse – du hast dir den Hype verdient!

 

 

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