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Social Media für Employer Branding


Kim Feistner - HR Managerin - 8. November 2021

Warum das Employer Branding auf Social Media so wichtig ist und wie es erfolgreich umgesetzt wird

Ein Gastbeitrag unserer Human Resources Managerin Kim

Employer Branding ist aus einem erfolgreichen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Doch was genau steckt dahinter und welche Rolle spielen die Sozialen Netzwerke, um das Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv zu präsentieren? Das und wertvolle Tipps erfahrt ihr in diesem Blogpost.

Was ist Employer Branding?

Employer Branding (zu Deutsch = Arbeitgebermarke) ist eine Marketingstrategie, bei der ein Unternehmen sich im Rahmen des Personalmarketings als attraktiver Arbeitgeber darstellt und sowohl nach innen als auch nach außen (= Externes Employer Branding) präsentiert. Hier sind alle Vorzüge relevant, die sich die potenziellen Arbeitnehmer bei einem Unternehmen vorstellen und die bereits Bestehende empfinden. Beim Employer Branding wird das Image eines Unternehmens als Arbeitgeber aufgebaut und beworben, sodass letztlich neue Mitarbeiter angezogen und bereits Beschäftigte im Unternehmen gehalten werden können.

Der Kern einer Employer Branding Strategie ist die Employer Value Proposition, das Versprechen, das ein Arbeitgeber seinen (potenziellen) Mitarbeitern gibt und somit im Personalmarketing, aber auch im “normalen” Marketing immer kommuniziert werden sollte. Dabei ist vor allem eine konsistente und kontinuierliche Kommunikation wichtig und sinnvoll.

Dabei kann Employer Branding verschiedene Ziele haben, die aufeinander aufbauen. So kann grundlegend die Arbeitgebermarken Bekanntheit gesteigert werden, tiefergehend aber auch die Arbeitgeberattraktivität und die Bewerbungsrate sowie die Bewerberqualität im Rahmen des Recruitings.

Welche Rolle übernimmt Social Media beim Employer Branding?

Die Social-Media-Kanäle stellen zwar nicht die einzige Möglichkeit zur externen Kommunikation des Arbeitgeberversprechens dar, sollten jedoch in jeder erfolgreichen Employer Branding Strategie als einer der wichtigsten Kommunikationskanäle angesehen werden. Dies gilt vor allem, wenn die Zielgruppe für das Recruiting im Unternehmen sich aus Personen zusammensetzt, die den Generationen Y und Z angehören. Der Einsatz von Employer Branding auf den sozialen Medien ermöglicht es, die junge Zielgruppe genau dort abzuholen, wo sie sich aufhält – auf Instagram, TikTok und Co.

In den sozialen Medien ist es möglich, das Unternehmen, die Arbeitgebermarke und sein Arbeitgeberversprechen authentisch und nahbar zu präsentieren und neben den wichtigen Fakten und Informationen andere, spannende Einblicke in die Unternehmenskultur zu geben. Die Interessenten werden dann in diesem Employer-Branding-Prozess abgeholt, informiert und bestenfalls gleichzeitig überzeugt. Da sich viele Personen auf den sozialen Plattformen jedoch mit der Intention bewegen, sich unterhalten zu lassen, ist es dabei von hoher Wichtigkeit, durch verschiedene Formate mit Infotainment-Charakter das Interesse nachhaltig für Themen wie Jobs, Arbeitsklima und -umfeld zu begeistern. So können auch latent Suchende und passiv-interessierte Personen von der attraktiven Arbeitgebermarke abgeholt und überzeugt werden, die nicht aktiv auf der Suche nach einem neuen Job sind.

Denn eines sollte allen Unternehmen in der heutigen Arbeitswelt bewusst sein: Es müssen vor allem auch die Arbeitgeber von sich überzeugen, nicht mehr ausschließlich die potenziellen Mitarbeiter. Daher sollte also die Darstellung in den Sozialen Netzwerken mit Employer-Branding-Maßnahmen professionell und authentisch umgesetzt werden.

Vorteile von Employer Branding in den sozialen Netzwerken

Ein klarer Vorteil in der Nutzung von den sozialen Medien im Hinblick auf das Employer Branding liegt in den geringen Hürden hinsichtlich der Kontaktaufnahme zwischen potenziellem Bewerber und Unternehmen. Durch Direct Messages, Kommentare und Story-Interaktionen ist es ein Leichtes für potenzielle Bewerber, mit dem als attraktiv wahrgenommenes Unternehmen in Kontakt zu treten und eine Bindung aufzubauen. Berührungsängste können durch ein authentisches und nahbares Auftreten minimiert werden und so entsteht ein direkter Kontaktpunkt für Austausch und Beziehungsaufbau im Rahmen des Recruitings.

Weiterhin sollte auch vor allem im Vergleich zu klassischen Medien wie TV oder gar Print hervorgehoben werden, dass die Einbindung von Links zu weiterführenden Websites oder Karriereseiten die Employee Experience abrunden können. So wird es möglich, dass ein Bewerber sein Bedürfnis nach mehr Informationen besser befriedigen kann und somit im besten Fall schneller mit Human Ressources in Kontakt tritt.

Auch für die Bindung der bestehenden Mitarbeiter ergeben sich deutliche Vorteile, denn die sozialen Medien sind zurecht so benannt – sie sind sozial. Sie sind für Austausch gedacht und durch die Kommunikation von Arbeitgeber-Inhalten auf sozialen Plattformen bekommen auch die bestehenden Mitarbeiter die Möglichkeit, sich einzubringen. Sie können sie eigene Arbeitgeber-bezogene Inhalte kreieren oder bestehenden Content teilen. Durch einen ansprechenden, attraktiven Auftritt entsteht Stolz bei den Mitarbeitern, der die Bindung zum Unternehmen stärken kann. Gleichzeitig wird so auch insgesamt die Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und Authentizität in der Kommunikation nach außen gesteigert.

Welche Netzwerke sind für das Employer Branding geeignet?

Die Business-Plattform LinkedIn ist für erfolgreiches Employer Branding unumgänglich, denn hier befindet sich genau die Zielgruppe, die für Unternehmen wichtig ist. LinkedIn ist das Business Netzwerk und sollte demnach auch interessanten und spannenden Business-Content enthalten. Diese Plattform dient für einen seriösen Unternehmensauftritt und wirkt professionell.

Doch neben der typischen Business-Plattform ist es von großem Vorteil, weitere Plattformen zu bespielen und sich dort als Experte und Arbeitgeber zu positionieren. So dient vor allem Instagram dazu, junge und motivierte Menschen zu erreichen, die auf der Suche nach einem spannenden Job sind. Vor allem mit der Storyfunktion und Storytelling-Ansätzen präsentiert das Unternehmen sich authentisch und nahbar und kann so auf sich aufmerksam machen.

Auch weitere Plattformen wie beispielsweise TikTok eignen sich für das Employer Branding. TikTok ist als Unterhaltungsplattform dafür geeignet, sich noch einmal von einer anderen Seite zu präsentieren und die Unternehmenskultur in spannenden Videos zu präsentieren. Doch neben der Präsentation als attraktiver Arbeitgeber können hier auch Videos produziert werden, die die Expertise der Mitarbeiter präsentieren und so zeigen, was das Unternehmen anbietet und wie es sich aufgebaut hat.

Hervorzuheben ist für alle Plattformen eines: Durch das tägliche Nutzen der sozialen Netzwerke seitens der fokussierten Zielgruppe und den Unterhaltungscharakter gliedern sich die Inhalte, die ein Unternehmen im Rahmen ihrer Employer Branding Strategie teilen, optimal in den Konsum von unterhaltendem Content ein. Somit können die potenziellen Bewerber regelmäßig und unaufdringlich mit neuen Inhalten versorgt werden. Dabei sollte auch Plattform-übergreifend auf eine einheitliche Corporate Identity geachtet werden, um einen Wiedererkennungswert zu sichern. Aber Achtung: Auf keinen Fall sollten die Inhalte von einer Plattform für eine andere ohne Anpassung übernommen werden, wie oben schon kurz beschrieben. Jede Plattform funktioniert anders und kann andere Zielgruppen haben. Daher immer gut aufgepasst, welche Content Pieces an welcher Stelle geteilt werden.

Unsere Tipps für das Employer Branding

Zielsetzung

Das Employer Branding sollte, wie auch Marketing Maßnahmen, nicht ohne Strategie umgesetzt werden. Wie bei allen anderen Strategien ist es hier wichtig, sich erst einmal über die Ziele klar zu werden. Geht es hierbei lediglich um den Auftritt als Arbeitgeber, sollen Bewerbungen generiert werden oder soll die Reichweite der erreichten Personen erhöht werden? Die Umsetzung sollte hier durchaus an die Ziele angepasst werden.

Werte, Vision und Persönlichkeit

Außerdem ist es wichtig, die Unternehmenswerte regelmäßig nach außen zu tragen und sich somit ebenfalls von der Konkurrenz abzuheben. Hier sollte ein Unternehmen die Werte sowie auch seine Vision klar definieren und demnach besprechen, welche Inhalte nach außen kommuniziert werden sollen. Dabei ist wichtig, dass die Werte, Markenpersönlichkeit und auch die Vision des Unternehmens einheitlich und konsistent kommuniziert werden. Nichts ist schädlicher als eine mehrdeutige Kommunikation auf verschiedenen Kanälen über das Unternehmen.

Community Management

Community Management spielt auch im Thema Employer Branding eine sehr wichtige Rolle. Hier sollte aktiv auf jegliche Art von Interaktion Wert gelegt werden. Ein Unternehmen sollte also fleißig liken, kommentieren, an Diskussionen teilnehmen und auf sich aufmerksam machen.

Internes Employer Branding

Wie bereits angesprochen, ist das interne Employer Branding sehr wichtig, um sich authentisch nach außen zu präsentieren, da die eigenen Mitarbeiter das Unternehmen mit Maßnahmen repräsentieren. Wofür stehen wir als Unternehmen? Wer sind wir und was bieten wir? Wenn diese Fragen konkret geklärt wurden, kann die Kommunikation und Präsentation mithilfe einer Content-Strategie nach außen beginnen.

Fazit

Employer Branding ist für jedes Unternehmen wichtig. So ist es wichtig, dass eine Employer Brand auf  interner Kommunikation fußt und die Vorzüge aktiv gelebt werden. Die Mitarbeiter dienen als Markenbotschafter für die externen Maßnahmen und können so einen großen Teil dazu beitragen, den Arbeitgeber attraktiv zu präsentieren. Nachdem dies erfolgreich umgesetzt wird, sollte das Employer Branding nach außen getragen und so potenzielle Mitarbeiter von sich überzeugt werden. Die sozialen Medien stellen dazu ein sehr wertvolles, hilfreiches und zudem kostenfreies Tool dar, eine starke Arbetgebermarke aufzubauen. Jedoch sollte nicht unterschätzt werden, dass die sozialen Plattformen nicht den einzigen Employer Branding Schauplatz darstellen.

 

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