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Clubhouse: Berechtigter Hype oder Eintagsfliege?


lookfamed - 18. Januar 2021

Was die neue Plattform bietet und wie sie funktioniert

Instagram, Facebook, Twitter, TikTok: Wir alle kennen und lieben sie – die Social Media Plattformen der heutigen Zeit. TikTok hat im vergangenen Jahr gezeigt, wie schnell eine App aufsteigen kann. Nun scheint dies zum wiederholten Male zu geschehen, und zwar mit der neueste Hype-Plattform Clubhouse. Um was handelt es sich dabei, wie funktioniert es und wie schätzen wir von Lookfamed es ein?

        

Was ist eigentlich Clubhouse?

Obwohl der Hype um Clubhouse erst am vergangenen Wochenende so richtig Fahrt aufgenommen hat, gibt es die App eigentlich schon seit März 2020, als sie in den USA auf den Markt gebracht wurde. Sie wird als Mischung zwischen Telefonkonferenz und Podcast oder aber auch als „Twitch für Audioinhalte“ gehandelt.

Clubhouse funktioniert wie folgt: Keine Bilder, keine Videos, keine Kommentare oder Likes, lediglich Live-Audiodateien. Ziemlich langweilig? Auf keinen Fall, denn diese Audiodateien stammen momentan in der Regeln von ziemlich bekannten Persönlichkeiten, wie beispielsweise Frank Thelen oder Joko Winterscheidt. Bei Clubhouse kann man als Nutzer entweder aktiv an Diskussionen teilnehmen oder aber auch einfach nur zuhören, wie bei einem Live-Podcast. Die Gespräche finden in sogenannten „Räumen“ statt. Aber nicht jeder Nutzer kann diesen Räumen beitreten, denn dazu braucht es eine exklusive Einladung über die Telefonnummer. Ein weiteres Hindernis: Bisher ist die App lediglich für iPhone User zugänglich.

Wie funktioniert Clubhouse?

Wer an der Erfahrung von Clubhouse teilhaben möchte, muss erst einmal dazu eingeladen werden. Es gibt dann sogenannten Chaträume, in denen zu verschiedensten Themen diskutiert wird – momentan vor allem vermehrt zu den Themen Politik, Finanzen und Gründen. In den Räumen gibt es dann drei verschiedene Rollen:

  1. Moderator

    Der Moderator hat den Raum eröffnet und leitet dementsprechend die Diskussion. Er entscheidet, wer aktiv teilnehmen darf.

  2. Sprecher

    Die Sprecher müssen vom Moderator zu solchen ernannt werden. Sie dürfen aktiv an der Diskussion teilnehmen und tragen somit maßgeblich zu ihr bei.

  3. Zuhörer

    Die Zuhörer dürfen zwar in dem Chatraum anwesend sein, wurden jedoch vom Moderator nicht dazu ausgewählt, aktiv an ihr teilzunehmen. Für sie ist Clubhouse noch einmal mehr eine Art Live-Podcast.

Die App hat also bisher einen sehr exklusiven Charakter. Die Gründer haben aber bereits bekanntgegeben, dass die App bald einem breiteren Publikum zur Verfügung gestellt werden soll. Bisher sei es ihnen vor allem wichtig, möglichst viel über die Wünsche der bisherigen Nutzer zu erfahren, um für einen größeren Rollout vorbereitet zu sein.

Wie bei jeder neuen App hagelt es jedoch auch bei Clubhouse bereits nach kürzester Zeit Kritik. Da bisher noch keine einheitlichen Community Richtlinien existieren, ist auch noch nichts wirklich verboten. So finden momentan teilweise Themen und Inhalte ihren Weg auf die Plattformen, die im Rahmen einer qualitativ hochwertigen Debatte nichts zu suchen haben. Auch daran wollen die Gründer, nach eigener Aussage, schnellstmöglich arbeiten. Außerdem problematisch ist das Invite-Verfahren: Um einen User einzuladen, müssen bereits eingeladene Nutzer ihr Adressbuch teilen. Datenschutz spielt hier also auch wieder eine große Rolle.

Vorteile von Clubhouse

Nachdem die Problematik der App bereits angesprochen wurde, wollen wir uns im nächsten Schritt einmal den Vorteilen widmen, die Clubhouse mit sich bringt.

Expertenwissen en masse

Wer zu einem Talk eingeladen wurde, der hat in den meisten Fällen großes Glück. Denn bisher tummeln sich in den Räumen auf Clubhouse sehr große Namen aus den verschiedensten Branchen. So haben auch „Normalos“ eine große Chance, sich einmal mit Experten auszutauschen und Informationen zu relevanten Themen zu bekommen, zu denen sie normalerweise wahrscheinlich keinen Zugriff hätten. Am Wochenende waren beispielsweise viele hochrangige Politiker auf der Plattform unterwegs.

Eigener Expertenstatus

Auf Clubhouse profitiert man als Nutzer jedoch nicht nur von anderen, sondern kann sich auch selbst als Experte platzieren. Durch interessante Themen und kluge Platzierung kann man schnell selbst ein Experte seiner Branche werden.

Direktes Feedback

Anders als in Podcastform, die ja mit Clubhouse verglichen wird, bekommen Speaker hier direktes Feedback aus dem Chatroom. So können relevante Themen direkt vor Ort ausdiskutiert werden und die Talks werden nicht zu einseitig.

Clubhouse – Hype oder Eintagsfliege?

Da es die App Clubhouse bereits seit März 2020 gibt, sie in Deutschland aber erst seit wenigen Tagen in aller Munde ist, sind wir gespannt, wie sich die Plattform entwickeln wird. Eines lässt sich jedoch bereits jetzt sagen: Mit Podcasts, digitalen Speakern und offenen Diskussionsrunden mit Experten platziert sich die Plattform für das Jahr 2021 schon einmal genau richtig. Sie bietet gute Weiterbildungsmöglichkeiten und eine durchaus moderne Form des Networkings.

Wir von Lookfamed erhoffen uns von der Plattform vor allem hochwertigen und konstruktiven Austausch auf Augenhöhe, das Weitergeben von Expertenwissen und ein gegenseitiges Lernen. Wir hoffen auf interessante Panels zum Thema Social Media- Influencer- und Online Marketing und sind gespannt, inwiefern sich Clubhouse in diese Richtung weiterentwickeln wird. Denn eines ist zum jetzigen Zeitpunkt deutlich: Es gibt noch viel Luft nach oben.

 

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