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Zwischen Sicherheit und Authentizität


lookfamed - 25. September 2018

Influencer Marketing ist ein Tool, das für Unternehmen und Marken vor allem digital immer wichtiger wird. Viele von ihnen greifen schon auf Influencer Marketing zurück und planen kaum noch Kampagnen ohne Influencer. Das Thema Influencer Marketing ist vor allem auf der Social Media Plattform Instagram relevant. Bei einer Kooperation zwischen Unternehmen und Influencern haben beide Parteien bestimmte Vorstellungen davon, wie eine Influencer Marketing Kampagne am besten umgesetzt werden sollte. Unternehmen und Marken haben natürlich das größte Interesse daran, dass ihre Produkte vom Influencer auf dessen Kanal so gut wie möglich beworben werden. Um dies zu garantieren, geben sie im Rahmen des Influencer Marketings genau vor, wie die Produkte präsentiert werden sollen und welche positiven Aspekte dabei besonders betont werden sollen. Der Influencer hat dazu eventuell eine ganz andere Meinung. Kritik und Verbesserungsvorschläge der Influencer sind beim Influencer Marketing aber häufig nicht erwünscht. Dabei ist die Kommunikation zwischen beiden Parteien sehr wichtig und für den Erfolg der Influencer Kampagne unumgänglich. Teilweise haben die Influencer sogar Vorgaben zur Gestaltung des Hintergrunds oder wie sie sich im Rahmen der Kooperation kleiden sollen. In einem uns bekannten Fall sollte die Influencerin ihre Kleidung auf die Farben des Unternehmenslogos anpassen.
Die wichtigste Komponente des Influencer Marketings ist aber eigentlich, dass der Influencer die Produkte so authentisch wie möglich bewirbt, Ist dies nicht der Fall, ist der Erfolg der Kooperation gefährdet. Wie können beide Parteien also auf einen gemeinsamen Nenner kommen, damit die Werbung auf Social Media ein Erfolg wird? Wie sich Influencer Marketing zwischen Sicherheit auf Seiten des Unternehmens und Authentizität auf Seiten der Influencer bewegt, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

Fakt ist, dass die Vorgaben im Influencer Marketing natürlich auf logischen Tatsachen beruhen. Verständlicherweise möchten die Auftraggeber ihre Produkte sowie ihre Marke immer korrekt und bestmöglich darstellen lassen. Zudem muss die Kampagne in den sozialen Medien die richtige Zielgruppe ansprechen. Dabei wird sehr viel Wert auf Sicherheit gelegt. Der Erfolg, den sie sich mit dem Inflluencer Marketing versprechen, ist für sie das Wichtigste. Aufgrund dessen ist es also natürlich nachvollziehbar, dass sie den Influencern viele Vorgaben geben. Wichtig ist für sie dabei natürlich auch, dass sie einen geeigneten Influencer für das Erreichen ihrer Ziele und die Zielgruppe auswählen. Nur so kann Influencer Marketing erfolgreich sein.

Im Kontrast dazu stehen die Influencer, die dann auf ihren Social Media Kanälen vor der Herausforderung stehen, die Vorgaben authentisch in ihre Story oder ihren Feed einzubauen. Die zahlreichen Vorgaben beim Influencer Marketing stellen sie aber vor die Herausforderung, dabei ihre Authentizität nicht zu verlieren. Wenn die Werbung zu gestellt wirkt, hat sie voraussichtlich keinen Erfolg. Dies dient dann weder dem Influencer, noch dem Unternehmen, das die Marketing-Strategie entworfen hat. Besonders problematisch wird die Kooperation dann, wenn die Unternehmen zudem noch mit vorherigen Freigaben arbeiten. Für die Influencer bedeutet das, dass sie die Stories einige Tage vorher vordrehen müssen, um sie dann zur Abnahme an den Kooperationspartner zu senden. In der Zeit, in der die Story zur Abnahme bei den Unternehmen oder Marken liegt, kann sich im Leben der Influencer aber einiges ändern. Diese Veränderungen können zum Beispiel optisch sein. Wenn der Influencer also in den Tagen, in denen die Story zur Freigabe liegt, beispielsweise beim Friseur war, ist die Story dann Tage später schon nicht mehr so einfach in den Alltag zu integrieren. Das kann dann dazu führen, dass es nicht mehr authentisch wirkt. Am besten ist es nämlich, wenn sie leicht in den Alltag des Influencers integriert werden kann. Erst dann kann Influencer Marketing erfolgreich durchgeführt werden Neben den optischen Veränderungen kann es aber auch vorkommen, dass die Kinder des Influencers krank werden oder man zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Story im Supermarkt unterwegs ist und unter Umständen von Followern gesehen wird. Zudem treten bei vorgedrehten und später hochgeladenen Stories häufig Qualitätsprobleme auf Social Media auf. Markierungen und Texte sind in der Story nicht mehr lesbar und sorgen so für eine schlechte Darstellung. Das führt dann dazu, dass die beworbene Marke in ein schlechtes Licht rückt. Die Influencer stehen also vor der Herausforderung, ihre Authentizität zu bewahren. Sie müssen darauf achten, dass die vorgedrehte Story in den Alltag integiert wird. Das beginnt mit der Bekleidung und endet mit der authentischen Einbindung in den Alltag. Im Influencer Marketing soll Werbung im besten Falle nämlich nicht nur einfach Marketing sein. Es geht darum, seinen Followern zu vermitteln, warum sie das beworbene Produkt brauchen und wie sie es in ihren Alltag integrieren können.

Dieses Spannungsverhältnis zwischen der Sicherheit der Unternehmen und der Authentizität der Influencer ist ein aktuelles Problem, das in der heutigen Zeit des Influencer Marketings auf Instagram immer häufiger auftritt. Es lässt sich jedoch recht einfach lösen. Zum einen müssen sich die Unternehmen etwas freier machen und den Influencern etwas mehr Vertrauen entgegenbringen. Sie müssen sich im Rahmen des Influencer Maketings vor Augen führen, dass die Influencer Social Media wie Instagram am besten kennen und digitale Experten sind. Sie kennen die Plattform, wissen, welche Themen ihre Zielgruppe interessieren und wie sie den Content bestmöglich aufbereiten müssen. Unumgänglich ist aber natürlich auch, dass die Chemie zwischen Influencer und Unternehmen stimmt. Wenn dies der Fall ist, spricht man von einem sogenannten Fit. Der Influencer passt mit seinen Ansichten und seinem Content also zu seinem Kooperationspartner. Wenn dies der Fall ist, dann ist es auch keine Katastrophe, wenn bei der Kooperation etwas schief läuft. Stories können nachgedreht werden und man kann stets etwas Positives aus dem Influencer Marketing ziehen.
Wir als Agentur hatten beispielsweise einmal den Fall, dass während der Story, die ein Influencer im Rahmen einer Kooperation, das beworbene Produkt kaputtgegangen ist. Daraufhin haben sich zahlreiche Follower gemeldet, denen das Gleiche passiert ist. Das scheint auf den ersten Blick natürlich eine Katastrophe zu sein, weil die Zielgruppe dann einen falschen Eindruck von dem Produkt und dem Unternehmen erhält. Das Unternehmen hat jedoch äußerst vorbildlich reagiert und das Problem wurde umgehend angegangen. Es gab eine kurze Erklärung, warum das Produkt so gestaltet sei und was zum Bruch des Produkts geführt haben könnte. Daraufhin haben alle betroffene Follower kostenlos ein neues Produkt erhalten.

Als Influencer Marketing Agentur empfehlen wir, im Rahmen von Digital Marketing unbedingt vermehrt auf die Freigabe von Stories zu verzichten. Stattdessen sollte auf aussagekräftige Briefings und die Fähigkeiten der Influencer vertraut werden. Sie kennen die Branche und die Community auf Instagram am besten und haben einen großen EInfluss auf sie. Auf dem Gebiet Online Marketing sind sie Experten. Daher wissen sie genau, welche Strategie gut in den sozialen Netzwerken ankommt. Dies sollte man sich im Influencer Marketing vor Augen führen.
Beim Thema Influencer Relations ist zudem eine gute Kommunikation essenziell. Dabei mag nicht immer alles reibungslosen funktionieren, aber dafür bekommen Unternehmen authentische Umsetzungen, welche am Ende für deutlich mehr Erfolg sorgen als einstudierte und vorgegebene Texte. Authentizität sollte hierbei definitiv als das primäre Ziel des Influencer Marketings angesehen werden, das unbedingt erreicht werden muss.

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