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Verbot der Beauty-Filter auf Instagram


lookfamed - 5. Dezember 2019

Instagram ist die wohl beliebteste App bei jungen Menschen ­- das ist allseits bekannt. In erster Linie geht es bei der populären App darum, sich mit anderen in Form von Beiträgen, aber auch vor allem in den Stories auszutauschen. Vor einigen Jahren ist die Story-Funktion durch die Decke gegangen. Heute gibt es unzählige Features, die das Story-Erlebnis von Instagram noch interessanter machen. Dazu zählen beispielsweise die Beauty-Filter. Warum diese aber so umstritten sind und jetzt teilweise sogar abgeschafft werden, erfahrt ihr hier in unserem Blogartikel.

Filter-Verbot auf Instagram

In letzter Zeit finden sich auf Instagram immer mehr Beauty-Filter, die das eigene Aussehen perfektionieren. Filter mit Namen wie „Plastica“, „Bad Botox“ oder „Fix Me“ zaubern beispielsweise eine schmalere Nase, markante Wangenknochen oder größere Augen. Letztendlich kann man mit ihnen testen, wie man nach einer Schönheitsoperation aussehen würde. Hinter den Beauty-Filter steckt die Firma Spark AR (AR = Augmented Reality, zu Deutsch: erweiterte Realität). Sie baut einen Großteil der Filter. Nun aber sollen alle Filter von der App verbannt werden, die Operationen vortäuschen oder Gesichtszüge stark verändern. Instagram begründet diesen Schritt damit, dass sie von einem negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit der Nutzer ausgehen. Spark AR Creators war für jeden zugänglich, sodass auch jeder eigene Filter erstellen und veröffentlichen konnte. Obwohl Instagram die Filter auf der App nicht selbst entworfen hat, hat die Plattform die Filter für rund eine Milliarde Nutzer freigegeben. Heute räumt man dies als Fehler ein. Obwohl die Richtlinien für das Erstellen und Veröffentlichen von Filtern momentan noch näher geprüft werden, hat sich die Plattform bereits dazu entschieden, bestehende Filter wie „Fix Me“ sofort zu löschen.

Warum wir uns von den Beauty-Filtern verabschieden müssen

Damit sich die Nutzer von Instagram wieder wohl auf der Plattform fühlen, werden momentan neue Richtlinien entwickelt. Danach wäre es nicht mehr möglich, eigens erstellte Filter einfach zu veröffentlichen. In einem vor Kurzem veröffentlichten Statement heißt es zudem, dass Instagram anstrebt, dass Filter zukünftig eine positivere Erfahrung für die Nutzer darstellen. Diese Änderungen sind auch zwingend notwendig und kommen vielleicht sogar schon zu spät. Der sogenannte „World Happiness Report“ hat nämlich herausgefunden, dass vor allem Teenager noch nie so unglücklich waren wie in der heutigen Zeit. Der Beauty-Standard auf Instagram und das ständige Vergleichen mit anderen trägt stark dazu bei. Eine weitere Studie belegt, dass vor allem junge Frauen in der heutigen Zeit dazu neigen, unter Depressionen zu leiden. Das liegt vor allem daran, dass sie sich ständig mit anderen Frauen auf Instagram vergleichen. Das Problem ist dabei wohl primär, dass man auf seiner Instagram-Timeline kaum noch Bilder ohne Filter sieht. Oft kann man nicht mehr unterscheiden, was real ist und was nicht. Das „Digitale Ich“ driftet immer weiter weg vom „Realen Ich“.

Das Verbot auf Instagram betrifft natürlich nicht jeden Filter, der momentan zur freien Nutzung bereitsteht. Manche von ihnen schaffen natürlich auch einen Mehrwert und machen die Story-Funktion zu einem aufregenden Erlebnis. Ein neuer Trend auf Instagram ist beispielsweise, dass Influencer selbst Filter erstellen und diese ihren Followern zur Verfügung stellen. Davon fördern mit Sicherheit nicht alle ein falsches Realitätsbild, sondern geben beispielsweise der Umgebung nur einen leichten Retouch. Ein Beispiel dafür sind die Filter der Mitgründerin von lookfamed, Luana Silva, die vergangene Woche ihre eigenen Filter mit den Namen „Neptune“, „silky flask“ und „chandelier“  veröffentlicht hat. Diese verändern das eigene Gesicht nicht, sondern sorgen lediglich für eine bessere Beleuchtung und schöneres Licht und bieten somit einen Mehrwert für die Instagram-Story. Vorsicht ist jedoch bei den „harmlosen“ Filtern geboten, die beispielsweise einen Heiligenschein aus Pizza zaubern, denn auch sie dienen letztendlich nur einem bestimmten Zweck: Der Optimierung und Veränderung des eigenen Gesichts.

Und die Influencer?

Für Influencer ist das Erstellen eines eigenen Filters natürlich eine gute Möglichkeit, mehr Aufmerksamkeit für das eigene Profil zu generieren. Dadurch, dass der eigene Filter auch von anderen Usern auf der App genutzt wird und so verbreitet wird, bekommt der Influencer mehr Reichweite und gegebenenfalls sogar mehr Follower. Die neuen Richtlinien zum Erstellen der Facefilter sollten dabei aber unbedingt beachtet werden.

#fürmehrRealitätaufInstagram

Filter sind auf Instagram kein neuer Trend. Ihre Funktion in der Story wurde aber in letzter Zeit immer präsenter. Dabei wurden sie jedoch teilweise zweckentfremdet. Wurden Filter früher noch dafür genutzt, ein Bild mit wenigen Tricks zu optimieren, es aber nicht gänzlich zu verändern, werden sie heute hauptsächlich dazu genutzt, das eigene Gesicht zu optimieren und sich optisch zu verändern. Dies führt jedoch dazu, dass sich die Instagram-User noch mehr miteinander vergleichen und zudem nach einem unrealistischen Selbstbild streben. Das Verbot der Beauty-Filter ist definitiv der erste Schritt in die richtige Richtung zu mehr Realität auf Instagram. Jedoch muss zwingend dafür gesorgt werden, dass Instagram wieder zu einer Plattform wird, auf der sich die Nutzer wohl fühlen.

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