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Trash TV als Sprungbrett für Influencer?


lookfamed - 21. April 2020

Germany’s Next Topmodel, Der Bachelor, Bachelor in Paradise, Temptation Island – Diese Sendungen sind euch ein Begriff? Dann seid ihr in diesem Blogbeitrag definitiv goldrichtig. Und wenn euch diese Sendungen gefallen, (obwohl ihr das natürlich niemals zugeben würdet) dann habt ihr mit Sicherheit auch bereits davon gehört, dass auch Netflix auf den Trash-Zug aufgesprungen ist. Mit Sendungen wie „Liebe macht blind“, „Finger weg“ und „The Circle“ generiert der Streaming-Anbieter momentan noch einmal eine enorme Reichweite. Und wenn den Darstellern solcher Sendungen nach ihrer Teilnahme die Berühmtheit auf Instagram blüht, sind diese auch nicht so schwer zu finden. Denn häufig sind Follower der einzige Grund für die Mitwirkenden, überhaupt an der Sendung teilzunehmen. Aber wie erfolgreich ist dieses Konzept?

Netflix + Trash TV = Ewiger Ruhm?

Seit Jahren feiert Trash TV in Deutschland großen Erfolg und wird von Millionen von Menschen gerne geschaut. Viele der deutschen Serien orientieren sich dabei aber an einem amerikanischen Format, wie beispielsweise The Bachelor oder America’s Next Topmodel. Auch auf Netflix sind momentan hauptsächlich amerikanische Formate zu sehen, die für das deutsche Publikum übersetzt werden. Besonders erfolgreich sind dabei momentan die beiden Formate „Too Hot to Handle“ (Finger weg) und „Love Is Blind“ (Liebe macht blind). Bereits wenige Tage, nachdem sie auf der Streaming Plattform hochgeladen worden waren, wurden sie bereits millionenfach angeschaut. Der Erfolg dieser Serien wird vor allem über die Social Media Plattform Instagram gepusht. Dort haben diese Format meist bereits vor der eigentlichen Ausstrahlung Accounts, auf denen sie dann wiederum die Accounts der Hauptfiguren vorstellen. Diese sind also quasi bereits berühmt, bevor die Sendung auf Netflix überhaupt ausgestrahlt wurde. Der Erfolg, den diese Personen dann nach Ausstrahlung der Sendung erfahren, ist also gut vorstellbar.

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It’s a Love is Blind family reunion!

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Deutschland vs USA

Und tatsächlich ist dieser alles andere als gering. Natürlich werden auch Teilnehmer solcher Reality Formate aus Deutschland recht bekannt. Dafür müssen sie aber schon einiges tun. Besonders hohe Sympathie, eine herausstechende Persönlichkeit oder ein besonderes Aussehen braucht es hierzulande, um nach einer solchen Serie wirklich berühmt zu werden. Denn nicht jeder legt nach einer Trash-TV-Teilnahme eine so steile Karriere hin wie beispielsweise Lena Gercke oder Stefanie Giesinger. Mit über 2 bzw. 3 Millionen Followern gehören diese beiden bereits zu den erfolgreichsten Influencerinnen Deutschlands.

Nicht zu vergleichen mit den amerikanischen Formaten: Auf Netflix ist erst vor wenigen Tagen die Reality TV Serie „Finger weg“ an den Start gegangen. Bereits nach dem ersten Tag der Ausstrahlung haben die Kandidaten dieser Serie teilweise über 700.000 Follower auf ihren Profilen generiert.

Auch die Netflix Serie „Liebe macht blind“ ist bereits in vielen Ländern der Welt ein voller Erfolg. Auch hier haben die Kandidaten nach wenigen Tagen eine immense Zahl an Followern erreicht und sind bereits zu wahren Berühmtheiten geworden.

Trash TV nur für die Reichweite?

Aber was ist die Motivation dieser Menschen, an solchen Formaten teilzunehmen? Häufig gibt es auf diese Frage eine ganz deutliche Antwort: Sie wollen bekannt werden und Geld verdienen. Und aus Erfahrungen anderer Formate wissen sie bereits, dass diese eine tolle Möglichkeit sind, sich eine Reichweite auf Instagram aufzubauen und somit eventuell Werbepartner und andere Verträge zu erhalten, mit denen sich Geld machen lässt. Eine Kandidatin der diesjährigen Staffel vom Bachelor gab diesem gegenüber sogar offen zu, dass der Hauptgrund für ihre Teilnahme der war, dass sie ihre Reichweite auf Instagram weiter ausbauen wollte. Aber wie stark ist der Effekt wirklich, den solche Sendungen auf die Bekanntheit haben und wie lange kann ein solcher Erfolg denn eigentlich anhalten?

Zukunft als Influencer?

Erst einmal lässt sich sagen, dass die Teilnahme an einem solchen Format tatsächlich in vielen Fällen einen enormen Anstieg der Follower auf Instagram zur Folge hat – in den USA noch einmal stärker als in Deutschland. Das liegt vor allem daran, dass die Zuschauer die Kandidaten in den Shows teilweise tagtäglich verfolgt haben und nun nach Ende dieser das Bedürfnis haben, zu wissen, wie es bei ihnen außerhalb der Show weitergeht.

Ob man viele Follower bekommt, hängt natürlich von mehr Faktoren ab als lediglich von der Teilnahme. Vor allem Sympathie spielt eine große Rolle. Den Trash-Fans ist wahrscheinlich vor allem Melissa von Love Island in Erinnerung geblieben, die während der Ausstrahlung innerhalb kürzester Zeit wegen ihrer natürlichen Art zum Publikumsliebling geworden ist. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine solche Show tatsächlich der Grundbaustein für eine Karriere auf Instagram sein kann.

Zudem stellt sich natürlich die Frage, ob man nach der Show lediglich Follower gewinnt oder ob man sich wirklich zum Influencer entwickeln kann, der andere „beeinflussen“ kann. Auch dies hängt in vielen Fällen damit zusammen, wie man sich während der Show gezeigt hat. Wer dort bereits sympathisch, nahbar und authentisch war, hat gute Chancen, dass diese Eigenschaften auch im Nachhinein einen großen Vorteil auf Social Media bringen. Denn einen Influencer macht natürlich sehr viel mehr aus als die bloße Tatsache, dass dieser viele Follower hat. Er muss seine Community von sich überzeugen und sie zu einem gewissen Grad in seinem Alltag mitnehmen. Wer dies nicht tut, der wird seinen Erfolg, den er durch die Sendung erlangt hat, wahrscheinlich schnell wieder verlieren. Wenn das Format jedoch lediglich als Basis genutzt wird, um eine Community aufzubauen, der Instagram Account dann aber professioneller weitergeführt wird, dann gibt es tatsächlich die Chance auf einen langfristigen Erfolg als Influencer.

Sprungbrett – aber mit Mehrwert bitte!

Heutzutage wählen also immer mehr „Influencer“ den Weg über die Trash Formate, um sich auf Instagram eine große Followerschaft aufzubauen. Dies kann jedoch nur von Erfolg gekrönt sein, wenn man sich von einer authentischen und nahbaren Seite zeigt. Außerdem muss der Instagram Account im Nachhinein dann auch als Teil des Jobs als solcher gepflegt werden.

Zudem kann nicht damit gerechnet werden, dass man Millionen an Followern gewinnt. Die enormen Anstiege von bis zu 500.000 Followern sind eher typisch für den amerikanischen Markt. In Deutschland kann, wenn überhaupt, eher von einem Anstieg von 50.000 bis 100.000 ausgegangen werden – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Es lässt sich also schlussfolgern, dass es in den meisten Fällen wenig Sinn ergibt, an einem solchen Format teilzunehmen, um auf Biegen und Brechen Follower für den eigenen Account zu gewinnen. Vielmehr sollte eine solche Sendung als Chance wahrgenommen werden, um sich von einer sympathischen Seite zu zeigen – so steigen die Chancen auf einen Followeranstieg schon eher.

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