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Querstrategie bei Instagram Kooperationen


lookfamed - 25. April 2019 - 0 comments

Häufig neigen Kunden bei der Auswahl passender Blogger zu eindimensionalen Entscheidungen. So bewerben Food Blogger das neue Gewürz, Fashion Blogger die neue Kollektion und Fitness Influencer das neue Sportprogramm. Die Annahme, die hierbei getroffen wird, ist auf den ersten Blick schlüssig und nachvollziehbar. Die Communtiy interessiert sich für das Thema des Accounts und ist daher auch affin für die beworbenen Produkte. Was allerdings häufig nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass die Produkte von anders positionierten Bloggern häufig erfolgreicher beworben werden können.

In einem konkreten Fall unserer Agentur ging es hierbei um eine Fitness App. In dieser App kann man unterschiedliche Workouts Zuhause absolvieren, sich von Rezepten inspirieren lassen oder Entspannung durch eine Yogaübung finden. Unsere Idee dahinter war, dass die App bei etablierten Fitness Influencern nicht stark anfällig sein wird, da die dortige Community schon sehr weit entwickelt ist und der Markt dort bereits gedeckt ist oder von konkurrierenden Fitness-Programmen besetzt ist.

Bei der sogenannten Querstrategie haben nun also zwei Bloggerinnen die Fitness App beworben, welche beide nicht aus dem Fitnessbereich stammen. Zum einen war das @kates.diary, die sonst eher travel- und fashionlastigen Content hochlädt und @die.kim, die eine erfolgreiche Family Bloggerin und aktuell schwanger mit ihrem vierten Kind ist. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass hier kein Fit gegeben ist und die Kooperation auch bei der Community keinen Anklang finden wird. Allerdings lässt sich die Fitness App bei beiden aufgrund einer bestimmten Lebenssituation ideal platzieren.

Bei Kate war es die Tatsache, dass sie mithilfe der App deutlich abgenommen hatte und sie somit ideal beworben werden konnte. Insgesamt konnte Kate, gemessen an der durchschnittlich erzielten Story Reichweite, eine Conversion Rate von 2,5% erzielen.

Aufgrund dessen, dass die App so vielseitig anwendbar und für jedermann ausgelegt ist, ließ sie sich bei Kim ideal im Zuge ihrer Schwangerschaft platzieren. Mit Schwangerschaftsübungen oder Yoga konnte somit auch Kim die App authentisch bewerben. Bereits mit ihrer ersten Story konnte sie eine Conversion Rate von 1,5% erzielen.

Unser Learning draus ergibt also, dass es in bestimmten Fällen sinnvoll ist, ein Produkt nicht von Influencern bewerben zu lassen, die bereits mit der Branche direkt verknüpft sind, da dieser Markt und die Community oftmals bereits gesättigt sind. Unser Tipp hierbei: Lieber auf andere Influencer umsteigen, zu denen das Produkt aufgrund einer bestimmten Lebenssituation trotzdem passt. Natürlich sollten hier nicht beliebige Blogger engagiert werden, die wirklich noch nie etwas in die Richtung des Produktes gepostet haben, da dies schnell nicht authentisch wirkt und keinen Follower überzeugt. Vielmehr sollte geschaut werden, ob und wie das zu bewerbende Produkt in die Lebenswelt des Bloggers integriert werden kann und wie so authentische Kontaktpunkte zwischen Marke und Community entstehen können. So können durch Kampagnen mit einer Querstrategie oftmals eine hohe Anzahl an Neukunden gewonnen werden.

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