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Querstrategie bei Instagram Kooperationen


lookfamed - 25. April 2019

Um das Influencer Marketing kommen Unternehmen und Marken heutzutage kaum noch herum. Das sollten sie auch nicht, denn es ist bewiesen, dass viele Marken mithilfe von Influencern viel höhere Sales erzielen können. Wenn sie mit ihren Produkten bei einer bestimmten Zielgruppe erfolgreich sein wollen, ergibt es für sie am meisten Sinn, diese auf einer digitalen Plattform wie Instagram mit Influencer Marketing anzusprechen. Dazu eignen sich im Rahmen des Influencer Marketings natürlich besonders Influencer, die der Zielgruppe auf Social Media das beworbene Produkt näher bringen sollen. Häufig neigen Unternehmen oder Marken bei der Auswahl passender Influencer auf Instagram für ihr Marketing aber zu eindimensionalen Entscheidungen. Sie entscheiden sich meist für die am nächsten liegende Entscheidung: Sie suchen sich einen Influencer aus, der genau aus dem Bereich kommt, aus dem auch das Unternehmen oder das beworbene Produkt stammt. So bewerben in Marketing Kooperationen Food Blogger das neue Gewürz oder das neue Superfood, Fashion Blogger die neue Kollektion und Fitness Influencer das neue Sportprogramm. Das wirkt im Rahmen des Influencer Marketings auf den ersten Blick auch nachvollziehbar. Die Follower und damit die Zielgruppe interessieren sich für das Thema des Accounts des Influencers und sind daher auch affin für die Marketing-Strategie der Unternehmen. Was allerdings häufig nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass die Produkte der Marken von anders positionierten Influencern in den sozialen Medien häufig erfolgreicher beworben werden können. Um Influencer Marketing oder eine Influencer Marketing Kampagne erfolgreich durchzuführen, sollten Unternehmen also manchmal quer denken, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Viele wären überrascht, wie viel mehr Erfolg sie mit einer sogenannten Querstrategie hätten.

In einem konkreten Fall unserer Agentur ging es hierbei um die Kooperation von Social Media Stars mit einer Fitness App. In dieser App kann man unterschiedliche Workouts einfach und digital Zuhause absolvieren. Sie ersetzt also quasi das teure Abo für ein Fitnessstudio. Zudem muss man sich nicht aufraffen, das Haus für den Sport zu verlassen, sondern kann ganz leicht die tägliche Dosis Sport bequem zu Hause bekommen. Zudem kann man sich von Rezepten inspirieren lassen und neue Gerichte ausprobieren oder Entspannung durch eine Yoga Übung finden. Unsere Idee dahinter war, dass das Influencer Marketing für die Marke bei etablierten Fitness Influencern auf den Social-Media-Kanälen nicht sehr effizient sein wird, da der Markt dort bereits abgedeckt ist. Das bedeutet, dass die Follower des Influencers auf Social Media zwar nicht sonderlich affin für das Thema Fitness waren, es sie aber aufgrund der Empfehlungen der Influencer im Rahmen des Influencer Marketings neugierig gemacht hat. Natürlich sollte dabei trotz allem darauf geachtet werden, dass beim Thema Influencer Marketing ein richtiger Influencer mit einem gewissen Fit zum Unternehmen ausgewählt wird. Keiner glaubt einem Influencer, der eigentlich jeden Tag Fast Food isst und dann plötzlich in Form von Content-Marketing eine Fitness-App bewirbt. Eine 100 prozentige Übereinstimmung der Interessen ist beim Online Marketing beziehungsweise beim Influencer Marketing aber auch nicht immer zwingend notwendig. Unternehmen sollten sich trauen, einmal quer zu denken – und zwar im Rahmen einer sogenannten Querstrategie.

Bei einer Querstrategie im Influencer Marketing haben in unserem Beispiel nun also zwei Influencer im Rahmen der Kooperation eine Fitness App beworben, die beide nicht aus dem Fitness Bereich stammen. Zum einen wurde für das Influencer Marketing @kates.diary ausgewählt, die sonst eher Posts zum Thema Reisen und Fashion produziert und zum anderen war es @die.kim, die eine erfolgreiche Family Bloggerin ist. Derzeit ist sie schwanger mit ihrem vierten Kind. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass hier für eine Kooperation im Influencer Marketing kein Fit gegeben ist. Dies hätte zur Folge, dass die Werbung beziehungsweise das Influencer Marketing bei den Followern nicht wirkt und die Influencer Kampagne erfolglos bleibt. Allerdings ließ sich die Fitness App bei beiden Influencern aufgrund einer bestimmten Lebenssituation als Content auf ihren Social Media Plattformen ideal platzieren.

Bei Kate war es die Tatsache, dass sie mithilfe der App deutlich abgenommen hatte. Dabei war es dann nicht zwingend notwendig, dass sie selbst aus dem Fitness-Bereich stammt. Wichtig war hierbei nur, dass sie ihren Followern in den sozialen Netzwerken eine glaubwürdige und authentische Empfehlung für das Influencer Marketing geben konnte. Sie konnte dafür also ideal Werbung auf Instagram machen. Zudem hatte die Kampagne mit Kate sehr großen Erfolg. Insgesamt konnte Kate eine Conversion Rate von 2,5% erzielen.

Auch Kim stammt nicht klassisch aus dem Bereich Fitness oder Ernährung, sonder beschäftigt sich als Family Bloggerin eher mit den Themen Lifestyle und Interior Design. Aber auch bei Kim ließ sich der App ideal im platzieren – und zwar im Rahmen ihrer Schwangerschaft. Mit Schwangerschaftsübungen oder Yoga konnte somit auch Kim die App authentisch bewerben und ihre Community von der beworbenen App überzeugen. Bereits mit ihrer ersten Story konnte sie eine sehr gute Conversion Rate von 1,5% erzielen.

An den vorherigen Ausführungen lässt sich also feststellen, dass es in bestimmten Fällen also sinnvoll ist, ein Produkt von Influencern bewerben zu lassen, die auf Instagram nicht mit der Branche des Beworbenen verknüpft sind und vielleicht auch noch niemals zuvor für ein solches Produkt geworben haben. Eine Kooperation mit unseren beiden Influencern war also das perfekte Beispiel dafür, dass man im Rahmen der Querstrategie auch mal ein gewisses Risiko eingehen kann und trotzdem großen Erfolg mit einer Kampagne haben kann. Es sollte dann aber zur derzeitigen Situation der werbenden Influencer passen und authentisch beworben werden können. . Natürlich sollten hierbei nicht beliebige Influencer engagiert werden, die nicht mit der beworbenen Branche in Verbindung gebracht werden können. Dies wäre sehr unglaubwürdig und wenig effizient für die Kampagne. Ansonsten läuft man Gefahr, dass die Marke durch eine solche Kooperation einen schlechten Ruf bekommt und auch in Zukunft nicht mehr von den Followern der Influencer gekauft wird. Vielmehr sollte geschaut werden, wie authentische Kontaktpunkte zwischen Marke und Community bei der Kooperation entstehen können. So können durch Kampagnen mit einer Querstrategie oftmals mehr Neukunden gewonnen werden und hohe Erfolge erzielt werden.

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