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NGOs und Influencer Marketing


lookfamed - 17. Juli 2019 - 0 comments

Immer mehr NGOs setzen auf Influencer Marketing, um für ihre Projekte mehr Aufmerksamkeit bei der jüngeren Zielgruppe zu erlangen. In erster Linie geht es hierbei darum, das Bewusstsein der 18- bis 25-Jährigen für gewisse Themen nach und nach zu schärfen. Spendengenerierung steht hier oftmals nicht im Fokus und kommt erst zu einem späteren Zeitpunkt. Warum entscheiden sich immer mehr NGOs bei ihren Kampagnen für die Zusammenarbeit mit Influencern und worauf sollten diese achten?

Unter non-governmental organizations, kurz NGOs, versteht man regierungsunabhängige Organisationen, die sich sozial- und umweltpolitisch engagieren. Ihre finanziellen Mittel beziehen sie aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen, Warenverkäufen sowie Honoraren für soziale Dienste oder Flüchtlingsbetreuung. Um Unsicherheiten der Spender zu vermeiden, ist es für NGOs besonders wichtig, für Transparenz im Spendenbereich zu sorgen.

Und um genau diese Transparenz zu liefern, setzen NGOs nun ebenfalls auf Influencer. Diese reisen zum Beispiel in die jeweiligen Entwicklungsländer, die von den Spenden unterstützt werden und dokumentieren vor Ort, welche Projekte somit konkret umgesetzt werden können. So zum Beispiel auch @yvonnepferrer, die mit Plan International nach Kambodscha geflogen ist, um dort mit ihrem Freund @jeremygrube die sozialen Projekte kennenzulernen. Mehr zu unserer Kampagne mit Plan International findet ihr in unseren Case Studys hier oder in diesem Video.

Ein weiteres Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen NGOs und Influencer wäre die Kampagne zwischen der Kindernothilfe und den Bloggern @Tomatolix und @ItsColeslaw. Diese reisten in den Libanon, um dort den Youth Media Club mit ihrem Wissen über Technik und neuen Ideen zu unterstützen und anschließend darüber auf ihrem eigenen Channel zu berichten. Dass Blogger bei der Kooperation mit NGOs weitaus mehr von sich einbringen können, als die Dokumentation von Spendenmaßnahmen, beweist auch das folgende Beispiel: Tierliebhabende Influencer in den USA starteten selber Kampagnen, um die Best Friends Animal Society zu unterstützen. So zum Beispiel die Bloggerin Carrie, die unter dem Namen @thedailywalter unter dem Hashtag #WaltersCheesyBday einen Spendenaufruf am Geburtstag ihrer Bulldoge startete, der 636 Dollar für die Best Friends Animal Society einbrachte.

Auf Seiten der Influencer stellen die sozialen Themen neben den sonstigen Bereichen, die auf Instagram beworben werden, eine Herausforderung dar. Da die finanziellen Mittel, die NGOs für Marketing aufbringen können, sehr gering ausfallen, handelt es sich in den meisten Fällen um Pro-Bono Kampagnen. Was bringen diese Kooperationen also den Bloggern? Ganz einfach: Das, was Influencer und NGOs von einer Partnerschaft erhalten, ist vor allem Authentizität und somit Glaubwürdigkeit für weitere Beiträge und Projekte.
Für das Gelingen einer Kooperation zwischen einer NGO und einem Blogger ist es besonders wichtig, den richtigen Partner für die NGO zu finden, der sich wirklich für die Thematik interessiert und daher authentisch bleiben kann:

„Bei einer Kampagne mit einer NGO ist die Auswahl eines passenden Influencers wichtiger denn je. Ein solch sensibles Thema verlangt mehr als eine hohe Reichweite und ein authentisches Auftreten. Vertrauen, Verständnis und Behutsamkeit – Bei der Kooperation mit NGOs müssen andere Faktoren bei der Auswahl eines passenden Influencers in den Fokus gerückt werden.“ – Marie Walowsky (Head of Campaign Management)

Wir von lookfamed wollen die Zusammenarbeit von NGOs mit Influencern unterstützen, da wir nicht daran glauben, dass der Influencer Markt auf Themen wie Family, Fashion und Beauty beschränkt ist. Ganz im Gegenteil: Der Einfluss bekannter Blogger kann und sollte auch dafür genutzt werden, um auf sozialkritische und umweltbewusste Themen aufmerksam zu machen. Wir sind stolz, mit unserer Kampagne @yvonnepferrer x @PlanInternational sehr positive Ergebnisse erzielt zu haben und einen kleinen Beitrag dazu geleistet zu haben, um auf das Thema Mangelernährnung in Kambodscha aufmerksam zu machen. Was wir noch ausbauen wollen, sind auch weitere, nachhaltige Kontakte zu NGOs durch gemeinsame Kampagnen.

Unser nächster Schritt wäre nun, nicht nur auf Missstände in der Welt aufmerksam zu machen, sondern auch aktiv mit Spendenaufrufen gegen diese vorzugehen. Wir wollen dem Beispiel Friends Animal Society x @thedailywalter folgen, bei welchem die Bloggerin selbst die Kampagne in die Wege geleitet hat. Unsere Idee für die Zukunft wäre es, gemeinsam mit Influencern und Followern ein eigenes soziales Projekt aufzubauen: Schulen in Krisengebieten zu fördern oder sogar selbst eine zu bauen, allein durch die Zusammenarbeit zwischen Follower und Influencer – davon träumen wir. Und wir suchen nach Unterstützern, die mit uns dieses Projekt realisieren wollen.