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Authentizität statt Inspiration – Der Wandel der Instagram-Profile


lookfamed - 22. Januar 2020 - 1 comment

Das Wort „instagramable“ ist längst fester Bestandteil des Sprachgebrauchs. Es beschreibt eine Situation oder ein Foto, das sich perfekt für einen Instagram-Post eignet. Typische Fotos, die dabei immer wieder gepostet werden, sind beispielsweise die sogenannten „Hotdog-Legs“ am Pool, Bikini-Bilder am weißen Sandstrand oder unglaublich aufwendig gestaltete Essensbilder. Doch schon seit einiger Zeit findet ein Wandel auf der Social-Media-Plattform statt: Authentische Profile überholen die „Inspirationsprofile“. Aber wie kam es zu diesem Wandel, wer profitiert davon und was bedeutet es eigentlich, in der Scheinwelt von Instagram authentisch zu sein? Findet es in unserem Blogbeitrag heraus!

Was es bedeutet, authentisch zu sein

Noch vor wenigen Jahren konnte man die Wörter Authentizität und Instagram wohl nicht mal gemeinsam in einem Satz verwenden. Die gestellte Instagram-Ästhetik verwandelte sich rasend schnell in eine Welt, in der alles inszeniert, arrangiert und perfekt war. Und diese über Jahre hinweg beliebte Scheinwelt soll jetzt von Authentizität überholt worden sein? Ja!
Die verherrlichte Version unserer Selbst hat auf Instagram ausgedient. Heutzutage braucht man nicht mehr das perfekte Licht, den perfekten Winkel oder überhaupt die perfekte Aufnahme, um auf Instagram erfolgreich zu sein. Echt, nahbar und glaubwürdig – so wollen die meisten Follower ihre Lieblingsinfluencer heute sehen. Authentisch zu sein bedeutet, sich mit seiner Community auseinanderzusetzen, mit ihr in Kontakt zu treten, ihre Meinungen aufzunehmen und sie gezielt anzusprechen. Und vor allem, auch mal die blöden Momente zu teilen. Zudem spielt Vertrauen eine enorm große Rolle, denn erst Vertrauen schafft die enge Bindung zwischen Blogger und Community.

Der Wandel

Weg vom Stress, ständig perfekte Fotos posten zu müssen und hin zur realistischen Darstellung des normalen Alltags – heutzutage leben Influencer und Blogger von Authentizität. Bisher haben sich Instagram-Nutzer nirgendwo so gefiltert positioniert wie auf der Social-Media-Plattform. Vor allem der visuelle Charakter der Plattform und die Möglichkeit, Filter und starke Bearbeitung zu verwenden, unterstützen dieses Verhalten bisher.
Diese Zeiten haben sich nun aber geändert: Es geht nicht mehr darum, dass das Gepostete so schön wie möglich ist, sondern um die Botschaft, die damit vermittelt wird. Aber wer profitiert eigentlich von diesem Wandel?
Zum einen profitieren natürlich die Influencer selbst von diesem Wandel. Durch den Aufstieg der Authentizität können sie endlich ganz sie selbst sein und müssen nicht mehr nur das posten, was die große Masse verlangt.
Aber natürlich profitieren auch ihre Follower von diesem Wandel. Dadurch, dass die Influencer jetzt viel mehr mit ihnen teilen, fühlen sie sich dem Blogger sehr viel näher und können beispielsweise durch die Instagram-Story aktiv an seinem Alltag teilnehmen.
Aber auch Unternehmen profitieren stark vom Wandel, denn durch die gesteigerte Authentizität wirken viele Influencer sehr viel vertrauenswürdiger für ihre Community. Das führt dazu, dass die Follower Kaufempfehlungen eher nachkommen und Unternehmen im Rahmen einer Kooperation so mehr Verkäufe generieren.

Auf Nimmerwiedersehen für Inspo-Profile?

Müssen sich Inspirationsprofile jetzt für immer von der Social-Media-Plattform verabschieden? Natürlich nicht. Auch sie haben immer noch ihre Daseinsberechtigung, denn mit ihnen hat damals auf Instagram schließlich alles angefangen. Damals war Instagram primär eine Plattform, auf der man „perfekte“ Fotos sehen wollte, von denen man sich inspirieren lassen konnte. Über die Jahre lässt sich aber eines feststellen: Der Inspirationsmarkt auf Instagram ist übersättigt und die Nutzer verlangen Alleinstellungsmerkmale der Blogger. Diese Forderung lässt sich durch gestellte Bilder einfach nicht mehr erfüllen.
Haben reine Inspirationsprofile denn dann überhaupt noch die Chance auf Kooperationen mit Unternehmen oder Marken? Auf jeden Fall. Sie generieren aufgrund der fehlenden Vertrauenswürdigkeit vielleicht nicht so viele Verkäufe wie authentischere Profile. Dennoch legen die Marken viel Wert auf die hochwertige Gestaltung einer Anzeige und dies ist hier natürlich gegeben. Zudem eignen sie sich sehr gut für die Steigerung von Branding und Awareness der Kooperationspartner, da viele der Inspo-Profile immer noch über eine sehr große Reichweite verfügen.

Fazit

Fakt ist, dass authentische Influencer reine Inspirationsprofile überholt haben und sich großer Beliebtheit bei den Instagram-Nutzern erfreuen. Zudem haben sie bessere Chancen auf Kooperationen, weil Unternehmen gemerkt haben, dass sie mit dieser Art von Influencern bessere Verkäufe generieren. Trotz allem wäre Instagram nicht das, was es heute ist, wenn es keine Inspirationsprofile gäbe. Aufgrund dessen haben diese natürlich durchaus eine Daseinsberechtigung und werden uns wohl auch in den nächsten Jahren noch viel Freude bereiten.

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