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Vor- und Nachteile provisionsbasierter Kooperationen


lookfamed - 7. Februar 2019 - 0 comments

Wir als Agentur bekommen täglich Anfragen von Unternehmen, die gerne eine provisionsbasierte Kampagne mit Influencern umsetzen möchten. Gerade bei jungen Start-ups macht diese Art von Kooperation natürlich Sinn, da die Unternehmen zunächst einmal kein finanzielles Risiko eingehen. Sie müssen scheinbar lediglich den Influencer mit ihren Produkten ausstatten.

Ganz konkret läuft eine Kooperation mit Provisionsvereinbarung wie folgt ab: Ein Unternehmen stattet den Influencer mit den eigenen Produkten aus. Der Influencer stellt die Produkte in seiner Story oder in einem Post seinen Followern vor. Hierfür erhält er vom Unternehmen einen Rabattcode und/oder einen Swipe Up Link, über den die Erfolgsmessung der Kampagne erfolgt. Der Influencer erhält für seine Arbeit dann, die vorab vereinbarte Provision. In der Regel sind hier 15-25% in der Branche üblich.

 

Das Modell zeigt für Influencer und Unternehmen gleichermaßen Vor- und Nachteile auf. Auf diese wollen wir im Folgenden näher eingehen und euch einen Einblick geben.

 

Kosten

Für Unternehmen scheint das Provisionsmodell die ideale Lösung zu sein, da hierbei keine unkalkulierbaren Kosten für die Zusammenarbeit entstehen und somit Planungssicherheit mit geringem Risiko herrscht. Wenn die Produkte allerdings extrem gut bei den Followern des Influencers ankommen und dieser einige hundert oder sogar tausende Verkäufe generiert, muss das Unternehmen dem Influencer weitaus mehr zahlen, als bei einer fixen Vergütung für einen Post vereinbart gewesen wären. Dies ist wiederrum ein Nachteil der provisionsbasierten Kooperation. Zu beachten ist außerdem, dass zu Beginn und während der Kampagne noch nicht klar ist, welche Vergütung für die erbrachte Medialeistung am Ende dem Influencer gezahlt wird.

 

Leistung

Die Influencer werden bei dem Provisionsmodell stark auf ihre Leistung in Form von Verkäufen reduziert. Sobald keine Verkäufe erzielt werden, wird der Influencer vom Unternehmen als schlecht abgestempelt und in Zukunft nicht wieder kontaktiert. Allerdings können verschiedene Faktoren für den ausbleibenden Erfolg verantwortlich sein und die „Schuld“ sollte nicht allein der Influencer tragen. So kann zum Beispiel das Timing der Kampagne am Ende des Monats, kanibalisierende Rabattcodes oder das Produkt an sich einen Einfluss auf den Erfolg der Kampagne haben. Des Weiteren wird bei einer reinen provisionsbasierten Kooperation nicht der Branding Effekt durch den Influencer vergütet. Durch eine öffentliche Kooperation mit einer Marke hilft der Influencer dieser immer dabei, mehr Reichweite und Aufmerksamkeit zu bekommen, welches beim Provisionsmodell praktisch umsonst geschieht.

 

Platzierungen

Des Weiteren ist anzumerken, dass Kooperationen mit Provisionsmodell nur bei Sales-orientierten Kampagnen einsetzbar sind. Für die Influencer ist außerdem zu beachten, dass erst mehrere Platzierungen zum optimalen Erfolg führen und somit mehr mediale Leistungen als bei einer gewöhnlichen Kooperation gefragt sind. Zeitgleich bietet die provisionsbasierte Kampagne den Vorteil Platzierungen flexibel einzuplanen und den eigenen Code immer wieder authentisch in den Alltag zu integrieren.

 

Zusammengefasst ergeben sich also folgende Vor- und Nachteile einer provisionsbasierten Kooperation:

 

 

Vorteile für Unternehmen: Nachteile für Unternehmen:
  • Kein finanzielles Risiko bei ausbleibenden Sales
  • Planungssicherheit

 

  • Finanzielles Risiko eines „zu großen Erfolgs“ (mehr Ausgaben als bei einem Post mit fester Vergütung)
  • Nur einsetzbar bei Sales-orientierten Kampagnen

 

 

 

Vorteile für Influencer: Nachteile für Influencer:
  • Möglichkeit einer hohen Bezahlung
  • Langfristige, erfolgreiche Zusammenarbeit mit Unternehmen
  • Flexible Platzierungen für eine authentische Umsetzung möglich

 

  • Reduzierung bei der Umsetzung auf reinen Verkauf (fehlende Wertschätzung der Person und keine Anerkennung des Branding Effekts)
  • Erst mehrere Platzierungen führen zum Erfolg

 

 

Das ideale Kooperationsmodell besteht unserer Meinung nach aus einem Mix von festvergüteter und provisionsbasierter Zusammenarbeit. Durch die feste Vergütung ist der Influencer von der ersten Sekunde an motiviert, die Kampagne bestens und authentisch umzusetzen. Die zusätzliche Variable der Provision, spornt den Influencer dazu an, das Produkt vermehrt zu pushen, um somit einen zusätzlichen Gewinn zu erzielen. Da der Influencer maßgeblich auch daran interessiert ist, die Sales zu steigern, wird er auch von sich aus vermehrt Stories hochladen, um seinen Rabattcode oder Link zu promoten. Bei diesem Modell sind sowohl die generierten Sales als auch der Branding Effekt vergütet. Diese Kombination garantiert eine langfristige und erfolgsorientierte Zusammenarbeit zwischen Influencer und Unternehmen und sorgt somit für die optimale Win-win Situation.

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